Was ist Kung-Fu

Die Bezeichnung Kung-Fu ist die amerikanisierte Form für das chinesische Wort gong-fu. Im traditionellen chinesischen Sprachgebrauch ist gong fu keine Bezeichnung für die Kampfkünste im Speziellen, sondern für jede Fertigkeit, die man sich durch harte und andauernde Anstrengung erarbeitet. Dies kann sich auf die Kampfkünste, aber auch auf jede andere Tätigkeit beziehen. Wie etwa die Kunst des Malens, des Musizierens oder des Kochens.
Das chinesische Wort Gong Fu ist aus den Schriftzeichen Gong („Errungenschaft“) und Fu („Mensch“) zusammengesetzt. Dieser Begriff hat in der chinesischen Tradition eine tiefere Bedeutung. In diesem Sinne ist Kung-Fu die Arbeit an der eigenen Person, durch die konsequente Hingabe an eine Fertigkeit. Hier ähnelt der Begriff der Verwendung des Begriffes Do (= Weg, Pfad) in den traditionellen japanischen Künsten.

 

Unser Gong-Fu-Stil „Xing-Fa“

Xing-Fa bedeutet „Der neue Weg“. Er vereint Techniken der sog. „inneren Schule“ und „äußeren Schule“ miteinander, was bedeutet, dass sowohl weiche, ableitende Bewegungen aber auch harte und schnelle Attacken geübt werden.

Trainingsinhalte

Das Training beinhaltet zunächst die Grundschule. Hier werden alle Techniken langsam und sauber trainiert. Auch Schüler mit hohem Rang müssen immer wieder Grundschultechniken üben.

Training von Partnertechniken. Das Training der Partnertechniken ist ein weiterer Bestandteil des Techniktrainings. Hier wird vor allem Verteidigung und Gegenangriff geübt.

Formen „Kuen“. Die Kuen sind Bewegungsabfolgen mit oder ohne Waffe. Sie werden zwar in der Gruppe trainiert, können aber auch allein überall geübt werden. Es gibt Formen, die schnell und hart ausgeführt werden, aber auch solche, die sehr langsam und weich geübt werden.

Die Waffen des „Xing-Fa“. Unerlässlich ist das Training mit einigen der traditionellen Waffen des gong-fu. Wir bevorzugen den Stock, den Säbel, den Doppelsäbel und die Saigabeln. Im Bereich des Waffentrainings gibt es auch Partnerübungen, wobei alle Angriffe und Verteidigungen sauber geübt werden.

Selbstverteidigung im Xing-Fa. Hier wird geübt, wie gegen Umklammerungen, Festhalten und Würgen agiert werden kann. Außerdem trainieren wir in diesem Bereich die Abwehr von Messer- und Stockattacken. Alle Techniken werden langsam und sauber geübt.

Kampftraining im Xing-Fa. Um die Kräfte einschätzen zu lernen, die in einem Kampf auftreten, wird bei uns offen gekämpft. Das bedeutet, es gelten die Regeln des Leichtkontakt, es darf also nicht KO geschlagen werden. Zum Schutz vor Verletzungen tragen wir einen Tiefschutz, Boxhandschuhe (Gewicht 10 Unzen) und einen Mundschutz. Gegebenenfalls werden auch Schienbeinschützer getragen. Zum Kampftraining gehört auch das Training mit Pratzen.

Prüfungen im Xing-Fa. Jeder Schüler hat einen Rang und trägt dementsprechend einen Gurt. Der Meister kann die Gruppe dadurch besser einteilen. Durch eine bestandene Prüfung erhält man einen höheren Rang. Es wird bei jeder Prüfung aus fast allen Bereichen des Trainings geprüft. Wir legen Wert darauf, dass jedes Mitglied eine gute Ausbildung erhält.

Meditation im Xing-Fa. Vor dem Training halten wir für einen Moment inne, und machen uns bewusst, dass nun das Training beginnt.

Wer trainiert in der Gruppe. Unsere Gruppe ist leistungsheterogen. Es trainieren also Anfänger, Fortgeschrittene und Schüler mit hohem Rang in sehr verschiedenem Alter zusammen. Wir legen großen Wert auf eine freundliche Lernatmosphäre, und auf den Respekt dem Meister gegenüber.

Was ist Kung-Fu
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